Digoin Gammelfahrt 2008 Digoin

Digoin, Burgund vom 26. April bis 03. Mai 2008

(Zur Vorschau)

 

Samstag, 26. April 2008

Treffpunkt 07:00 Uhr bei Cake, alle laden noch ihre persönlichen Sachen ein. Der Kühlschrank im Keller wird dreimal gecheckt damit auch ja nichts zu Hause Frühstück der Motorradfahrer bei Stribbelvergessen wird. Die Motorradfahrer sind diesmal nicht dabei da sie es nicht nötig haben wie der Rest schon um 07:40 Uhr abzufahren.  Auf dem Weg zur Autobahnauffahrt horchen alle auf verdächtige Geräusche, aber wie es scheint ist alles ordnungsgemäß verstaut.
Stiffel und sein Co-Pilot Vollie machen den ersten Navigationsfehler schon in Sandhofen, Die Buscrew 2008wir drehen eine Extraschleife über den Scharhof und packen es dann doch noch auf die A6 Richtung Karlsruhe/Basel zu kommen.

Die erste Pinkelpause nutzt Cake um seinen Kameraden zu offenbaren das er die Autobatterie, für die Musikanlage, bei sich im Keller vergessen hat! Na wenn dass das einzige ist was vergessen wurde, denken alle und nehmen es mit viel Humor.

Während der weiteren Fahrt versorgen dieses Jahr Satchmo und Cake die Busmannschaft mit frisch belegten Brötchen und feinen Mixgetränken. Die Stimmung ist gut und wir kommen zügig voran. Die erste Flasche Sekt wird geöffnet und die Becher sind schnell gefüllt, Cake stellt die halbvolle Flasche, vermeintlich sicher, hinter sich. Nach kurzer Zeit merkt er dass es etwas feucht wird hintenrum und tatsächlich ist diese blöde Flasche umgekippt und die Hose ist nass.

Schnell wir die aktuelle Tageszeitung als Puffer benutzt um wenigstens halbwegs trocken sitzen zu können.
Nach einiger Zeit passiert in der Bus-Back ein kleines Malheur und eine Scheibe Käse fällt auf den Boden, kurz entschlossen lässt sich Satchmo von Chris das Treffen auf einem Parkplatz in FrankreichSeitenfenster des Buses öffnen und wirft die Scheibe Käse während er Fahrt hinaus. Der hinter uns fahrende Holländer scheint sich riesig über dieses Geschenk zu freuen.

Kurz nach 11:00 Uhr überqueren wir die Deutsch-Französische Grenze. Die ganze Zeit über probieren die Jungs die Knotentafel aus die Cake als Aufgabe mitgegeben hat. Irgendwann verheddern sich Satchmo und Cake das sie einige Zeit brauchen um wieder ihre Hände frei zu bekommen.

Wenige Kilometer später werden wir von den Motorradfahrern überholt und vereinbaren ein Treffen an der nächsten Raststätte. An der Raststätte angekommen stellt sich die Frage wo eigentlich dieser verflixte Tankdeckel ist, rechts oder links?

Als wir das geschafft haben treffen wir die Motorradfahrer auf dem Parkplatz und verpflegen sie aus unserer Bordküche. Das Wetter ist herrlich und alle sind gelöst und entspannt.

Die Info, das die Batterie zu Hause geblieben ist, kann unsere einspurigen Kameraden nicht schocken. Da wir ziemlich laut sind, beschwert sich nach einiger Zeit ein Trucker der schlafen  will und wir beschließen weiter zu fahren.

Wir fahren noch ein Stück gemeinsam bis sich die drei verabschieden und für die Buscrew überraschend von der Autobahn abfahren. Dank unseres untrüglichen Navigationssystems TOM-TOM fahren wir im Bus zielsicher unserem Hafen entgegen. Wie wir später erfahren verirren sich die Motorradfahrer kurz nach ihrer Abfahrt von der Autobahn in Mittelfrankreich.

Endlich im Hafe von Digoin.

Der Bus erreicht etwa 16:30 Uhr Digoin und den Hafen. Die Hafenmeisterin ist sehr freundlich und wir können nach Das Bier wird verstautErledigung der Formalitäten unser Boot beladen. Von den Motorradfahrern ist bis dahin noch keine Spur.

Das Boot ist beladen und 6 Mann sitzen entspannt, mit einem Bier in der Hand an Deck als um 18:00 Uhr die Motorradfahrer endlich eintreffen. Alle sind froh, die Jungs beeilen sich schnellstens ihrer Lederkluft abzulegen, es nämlich richtig heiß.

Die Sonne brennt uns auf den Pelz!

Zu spät um noch aus dem Hafen zu fahren, die Schleusen haben schon geschlossen und so beschließen wir unsere erste Nacht im Hafen zu verbringen. Stiffel beginnt Horties feine Bolognesesauce warm zu machen und nachdem auch endlich die Nudeln heiß sind stürzen sich alle auf das erste warme Essen an diesem Tag. Kauend und mit dicken Backen danken alle in Gedanken Horties Frau Heike für dieses erlesene Mahl.

Samstagabend PartytimeHorties Portion Spaghetti mit BolognesesauceNachdem Essen nehmen wir den flüssigen Nachtisch oben an Deck zu uns, die Stimmung wird kurzzeitig getrübt als wir feststellen das keiner daran gedacht hat dass unser Bootskamerad Harald seine 10. Fahrt macht. Keiner hat daran gedacht ihm ein Jubiläumsshirt zu besorgen, sorry Alter!

Nach diesem Dämpfer trinken wir erst mal etwas mit mehr Umdrehungen um wieder auf Touren zu kommen.

Spät am Abend muss Chris erkennen dass eine gewisse Menge an Alkohol reicht um das Sprachzentrum total außer Gefecht zu setzen, er wird zu Bett gebracht!

Noch später hat der Letzte das Licht ausgemacht und es herrscht Ruhe auf dem Boot.

 

Sonntag, 27. April 2008

Schon früh am morgen scheint die Sonne und es ist fantastisches Wetter. Trotz der harten Nacht sind alle beim Frühstück dabei, keiner will was verpassen. Nach dieser gemütlichen Frühstücksrunde passen sich alle noch schnell an die Kleiderordnung an Deck an und Hans fährt das Boot sicher und souverän aus dem Hafen.

Frühstück ist halt immer gutVorher mussten wir noch die Spuren der vorherigen Nacht beseitigen, die Hafenmeisterin lässt uns die Kaimauer von den Nussschalen der letzten Nacht wegkehren.  Jetzt beginnt die Fahrt 2008! Beim Hinausfahren entdecken wir das irgendeiner bei der gestrigen Putzaktion den Rest des Gurkensalats direkt auf den Fender des neben uns liegenden Bootes gekippt hat. Es Schleuse vor der Brücke über die Loireist Zeit zu gehen.

Hortie fährt sicher über die große Wasserbrücke.

Die ersten zwei Stunden verlaufen stimmungstechnisch sehr schleppend, man sieht noch die Auswirkung der vorherigen Nacht. Pünktlich kurz vor zwölf erschallt ein lauter Weckruf an die Kameraden und alle geben sich einen Ruck, fertig mit schlafen und dösen. Die ersten Mixgetränke kommen an Deck, wir müssen eh vor der Schleuse warten, die Mittagspause macht. Die Sonne lacht, alle sind relaxt, wir genießen das tolle Wetter. Der Whisky-Cola schmeckt jedem und auf dem Vordeck entwickelt sich eine kleine Party. Es werden Witze erzählt und viel dummes Zeug gebabbelt und irgendwie hat dann jeder seinen ganz Warten auf das Öffnen der Schleusepersönlichen Sonnenbrand.
Manchmal ist es besser die Zügel in der Hand zu haltenDer Schleusenwärter muss schon zweimal vorbeikommen und nachfragen ob wir heute noch durch die Schleuse wollen. Wir raffen uns auf und bewegen unser Boot sicher durch die Engstelle.
Der Tag nimmt seinen Lauf und so gegen halb sechs haben wir einen schönen  Platz für die Nacht gefunden. Die Grills werden ausgeladen und in Brand gesteckt. Derzeit stecken in der Back einige ungewaschene Jungs die Fleischsspieße für den griechischen Abend zusammen und bereiten den Salat vor.

Beim Essen hört man nur noch zufriedenes Kauen und Schlucken.

 

 

 Abendessen Teil1Abendessen Teil2Abendessen Teil3

Die Verdauer nehmen wir dann oben an Deck zu uns bis es dann später doch noch anfängt zu regnen. Alle Mann unter Deck, Spielzeit.

Es werden die Karten ausgepackt und los geht’s.

Je später es wird desto mehr nehmen die Verständigungsprobleme zu, als eine allgemeine Zungenlähmung um sich greift, beginnt sich die Gesellschaft aufzulösen. Irgendwann sind alle im Bett.

 

Montag, 28. April 2008

Schon in der Nacht stellen die Jungs mit schwacher Blase fest dass der neue Tag nicht wirklich schön werden wird. Es regnet in Strömen, sch… Wetter und kalt. Heute wird allgemein etwas später gefrühstückt, scheinbar will keiner aus seiner warmen Kiste. Nach dem Frühstück stellt sich die Frage nach der Aufstockung des Kurz vor der SchleuseneinfahrtProviants, man sucht Freiwillige für die Einkaufstour.
Ein Trupp von 5 mutigen Männern (Stribbel, Chris, Scampy, Stiffel, Cake) macht sich auf den feuchten Weg, um Brot für die Mannschaft zu besorgen. In der Ortschaft Garnat de Enguieure gibt es tatsächlich einen Supermarkt, doch der hat leider an diesem und auch an allen sonstigen Montagen geschlossen hat. Ohne Erfolg aber dafür bis auf die Unterwäsche nass kommen die Jungs zurück und berichten von ihren Erlebnissen.

Deckengemälde oder Windspiel?Da sie jetzt schon nass sind animieren die Jungs den Rest der Mannschaft zu einem Wet-Boule-Spiel direkt an der Schleuse, vor der wir liegen. Schnell macht sich der Rest der Mannschaft wetterfest, es werden noch wichtige Getränke in die Kühlbox gepackt und los geht’s.

Wir veranstalten im strömenden Regen ein eindrucksvolles Bouleturnier. Es werden drei Mannschaften gebildet die auch für das Bootsmannspiel gemeinsam ihre Punkte erspielen müssen. Team 1: Scampy, Vollie und Chris, Team 2: Satchmo, Stribbel, Stiffel und Team 3: Hortie, Alter, Cake. Manchmal ist nicht ganz klar welche Kugel vorne liegt und vor allem wem sie gehört. Es macht allen richtig Spaß und sogar die Dame von der Post die kurz vorbei kommt, um einen Brief , abzugeben muss über die Deutschen lächeln. Eine freundliche Einladung zu einem Getränk lehnt sie jedoch dankend ab.

Vermutlich so um 13:00 Uhr rum erscheint der Schleusenwärter und begrüßt alle per Handschlag, um das Spiel noch beenden können, geben wir ihm ein Bier und laden ihn ein dem Spiel zuzuschauen. Als die letzten Kugeln geworfen und die Entscheidung gefallen ist begeben wir uns zurück zum Boot, um durch die Schleuse zu fahren.

Die Yum-Yum Suppe wird gereichtAlles ist klamm und jeder friert ein wenig, Satchmo hat ein einsehen und bereitet für die Crew eine seiner berühmten Yum-Das Beste was es bei dem Wetter gibtYum Suppen zu. Satchmo und Stiffel kredenzen die warme Suppe für die Mannschaft an Deck. Die Suppe ist heiß, sättigend und höllisch scharf, jeder mag sie.

Nachmittags haben wir genug vom Wetter, suchen und finden einen angenehmen Anlegeplatz.

Unter Deck beginnen wir ein einfaches aber unterhaltsames Würfelspiel mit 10! Würfeln. Es wird einfach die Anzahl der Augen gezählt um keinen mehr zu überfordern. Als Chris mit 10 Würfeln die Rekordzahl von 74 Augen würfelt wissen wir alle was die Stunde geschlagen hat!

Unter lautem Gelächter schicken wir ihn zu einer Entspannungsstunde in die Koje.

Es beginnen die ersten Vorbereitungen fürs Abendessen das dann auch schnell in Gemeinschaftsarbeit fertig gestellt und vertilgt wird.

Spät Abends sehen die Jungs halt so aus!Im Laufe des Abends bekommt Chris seinen Tourspitznamen „ FRED74“ für das rekordverdächtige Würfelergebnis an diesem Tag. Als er spät in der Nacht sein T-Shirt wechseln will stellt er fest dass die Tür zur Kajüte fest verschlossen ist!
Wie einst Fred Feuerstein ruft er nach seiner Wilma und trommelt an die Tür. Aber Stribbel rührt sich nicht.

Es stellt sich die Frage: eine rabiate (Eintreten) oder technische Lösung (Diedrich), man entscheidet sich für zweites und Stiffel bekommt die Tür mit seinem Leatherman auf. Er geht zufrieden ins Bett.

Chris, der sich nur neue Wäsche anziehen wollte, Vollie und Satchmo schauen sich noch einen Film an und packen es dann auch so etwa gegen 4 Uhr früh!

 

Dienstag, 29. April 2008

Unsere beiden Dorfältesten…, natürlich Bordältesten Hortie und Alter bereiten an diesem kühlen aber trockenen Morgen das Frühstück mit ausgesuchter Sorgfalt zu. Es fehlte an nichts und wir schlemmen wie auf der Aida.

Scampy legt pünktlich um 10:30 Uhr ab und wir fahren Richtung Decize weiter. Er legt nur kurz das Ruder aus seinen Händen um für die Deckmannschaft roten Kaviar und Sekt zu holen. Die meisten greifen lieber bei der flüssigen Köstlichkeit zu und Perfektes Schleusenüberlassen den wirklichen Kennern den Rest.

Nach kurzer Fahrt legen wir im Hafen von Decize an, tanken Wasser und säubern zumindest oberflächlich das Boot.

Einige Jungs machen sich auf den Weg zum nahe gelegenen Supermarkt und kaufen die notwendigen Sachen für die nächsten Tage.
Nach dem Einkauf beginnen wir, um die Zeit zu überbrücken ein lockeres Boulespiel, diesmal im hohen Gras von Burgund. Das Spiel wogt hin und her, indirekte Parabelwürfe wechseln sich mit direkten Zielwürfen ab und so nach und nach macht die gesamte Crew mit.

Als es Zeit ist packen wir zusammen und Cake fährt das Boot aus dem Hafen, in einer weiten Schleife steuert er auf das Auslöseseil der Schleuse zu. Ohne große Probleme kommen wir aus der Schleuse raus und beginnen unsere Rückreise nach Digoin.

Am PK54 halten wir und machen für die Nacht fest. Dieses Jahr fahren wir im Vergleich zu den vergangen Jahren sehr wenig!

Das Boot muss schon sicher vertäut seinTja, in welche Richtung wirft man jetzt?Das Boot ist noch nicht richtig fest und schon werden die Boulekugeln an Land geworfen. Weiter geht’s, diesmal müssen wir die Ufernähe berücksichtigen und an die geringe Schwimmfähigkeit der Kugeln denken. Aber es macht wirklich Spaß.

Heute beschließen wir alles, was noch an Essbaren Hortie macht einen Zwischenimbiss für die Crewim Kühlschrank ist, zu verspeisen und es wird ein ausgesprochen abwechslungsreiches Abendessen. Alle sind ein wenig ausgelaugt und der Abend tröpfelt so vor sich hin, bis beschlossen wird das heute, Mittwoch, der Filmabend ist!

Ein Teil der Crew findet sich in der Lounge wieder und der erste Film der gezeigt wird ist eine Komödie. Wir haben viel Spaß, es wird viel gelacht und getrunken. Danach kommt ein Thriller und Hortie bekommt im Minutentakt kleine Herzinfarkte, nach kurzer Zeit bittet Stribbel ihn lautstark mehr Abstand zu halten um nicht ständig unter seinen Zuckungen leiden zu müssen.

Nach dem Film gehen alle ins Bett und die Sägemaschinen beginnen ihre Arbeit.

 

Mittwoch, 30. April 2008

Das Boot gleicht innen einer Tropfsteinhöhle, es muss erst mal gelüftet und gewischt werden bis wir spät frühstücken und noch später ablegen.

Schleuse 12 PK52,5Wir fahren nicht weit, an der Schleuse 12 am PK 52,5 halten wir und machen einen Spaziergang nach Gannay-sur-Loire. Alle Mann von Bord!

Grenzbaum von Minister Sully gepflanzt irgendwann zwischen 1500-1600Wir gehen das erste Mal geschlossen von Bord und es dauert natürlich eine gewisse Zeit bis sich der eine oder andere in die Reihe gebracht hat. Die Tage ohne Zivilisation machen sich schon bemerkbar.

Es gibt nur eine Strasse die wir gehen können, wir sehen einen Metzger, eine kleine Kneipe und diesen berühmten Baum den Minister Sully schon vor über 400 Jahren gepflanzt hat. Das Nest ist eigentlich tot. Kein Leben, kein Bäcker.

Wir beschließen heute zu grillen, Scampy und Hortie gehen in die Metzgerei um diese zu plündern (einkaufen). Der Rest der Mannschaft wartet draußen, wir diskutieren lange was wir noch machen und endlich fassen sich 2 Jungs ein Herz und schauen in der örtlichen Kneipe nach einem Platz für uns arme Sünder.
Die Tür zu diesem Lokal ist schon sehr schmal und man kann sich in etwa vorstellen wie groß das ganze Etablisment ist.

Die kleine Kneipe 2.TeilDie kleine Kneipe in unserer StraßeDie Jungs winken uns rein, als alle Mann drin sind stellen wir fest das das Lokal bedeutend kleiner ist als Stiffels Wohnzimmer, es werden die Stühle zusammengekratzt und die beiden älteren Damen  bemühen sich außerordentlich um uns mit Bootsgedecken zu versorgen. Wir fühlen uns wohl hier die Damen sind äußerst freundlich, doch leider erklären sie uns auf unsere Frage nach frischem Brot dass es an diesem Tag keine mehr in diesem Ort geben wird.

Nach dem wir die Gläser geleert haben bezahlen wir und bedanken uns ausgiebig für die Freundlichkeit.

Zurück an Bord machen wir schnell los und fahren noch ein Stück weiter, wir wollen heute noch bis nach Port des Vannemeaux kommen, laut Karte ist das ein schöner Hafen der mit allen Annehmlichkeiten versehen ist. Wie können noch kurz den Anlegeplatz inspizieren aber dann fängt es leider schon wieder an zu regnen.

Unter Deck wird die begehrte YUM-YUM-Suppe kredenzt, diesmal ist Hortie so begeistert davon dass ihm die Tränen kommen.

Um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken beginnen wir Vollies Saturday-Night-Game, die Etwas eng die Bluseerste Disziplin in unserem diesjährigen Bootsmann-Wettbewerb. Saturday Night Game!Darf ich bitten?Schnell werden die ersten drei Runden Schnaps fällig. Unter anderem müssen Hortie und Satchmo das T-Shirt von Vollie  anziehen dass damit völlig seine Form verliert und nur noch als Zeltplane verwendet werden kann. Einigen scheint die Möglichkeit einen Bootskameraden küssen zu können größte Freude zu bereiten, das Spiel wogt hin und her, nackte Mädchen schweben an der Decke, manchmal wird auch getanzt. Am Schluss gewinnt überraschend aber verdient Satchmo das Match und hat seine ersten 5 Punkte.
Draußen ist herrliches Wetter und wir spielen in unserem Bouleturnier weiter. Alter, Hortie und Cake verspielen ihre Führung auf dramatische Weise, die Anderen profitieren davon und lassen sie durch konsequentes und hervorragendes Spiel abgeschlagen hinter sich.

Spiel muss sein

 

Früh am Morgen beginnt eine heiße Diskussion über die Räumlichkeit der jeweiligen Abendhimmel über FrankreichKabinen an Bord, Cake schlägt vor einen Stubendurchgang mit allen Mann zu machen, um der Sache ein für alle Mal auf den Grund zu gehen.
Die Dreierkabine im Bug ist die erste Station und erhält für Räumlichkeit und Begehbarkeit jeweils eine 2. Danach sind die Zweierkabinen von Stribbel/Chris und Alter/Vollie an der Reihe, hier leidet die Begehbarkeit etwas und erhält nur eine 3, in Punkte Räumlichkeit erhalten die beiden Kabinen jedoch eine glatte 1.
Dabei hängt bei Stribbel und Chris noch dazu das beste Wandbild. Zuletzt drängen sich alle noch in die Dreierkabine, nur zu zweit belegt, von Hortie und Cake. Hier ist absolut kein Platz zum Partytime!laufen, man stellt fest das selbst zum furzen einer der Kameraden die Kabine verlassen muss, das ist zweimal die klare 3. Alle sind froh endlich wieder aus dieser Hortie mag dasWurstbüchse raus zu sein.

Schlussendlich jammert zwar jeder über die Enge seiner Kabine aber tauschen will offensichtlich keiner. Nach dieser lustigen Exkursion löst sich die Gemeinschaft auf und alle begeben sich in ihre durchwühlten Kabinen. Aber nicht alle sind müde! Scampy und Stiffel haben noch einiges im Sinn und lassen ihre Kameraden nicht in Frieden.

Keiner weiß wann Ruhe ist, aber irgendwann sind alle im Bett und wieder beginnt die Schnarchperiode.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 01. Mai 2008

 

Ausschlafen ist angesagt, wir pennen bis halb zehn! Dann kitzelt uns die Sonne aus den Nestern, Stiffel ist mal wieder der Erste und bereitet das Frühstück zu. Während dem Essen wird die Größe der Zimmer diskutiert die wir vor ein paar Stunden noch als Karawane besichtigt haben. Wir kommen zum Entschluss das Cake und Hortie in ihrer Kajüte wie Hühner auf der Stange hausen.
Nach dem Frühstück setzen wir uns raus ins Grüne und zelebrieren den heutigen Vatertag mit einigen Getränken. Völlig entspannt genießen wir den schönen Tag und erzählen Witze und Anekdoten. Es wird heute nicht gefahren, die Schleusen sind eh geschlossen, so gegen Mittag bekommen wir Besuch von mehreren Angler die sich nahe bei unserem Boot am Ufer breit machen.

Gameday- Boule14:00 Uhr, das Rumgammeln hat ein Ende, heute ist Game-Day! Der Wettkampf zum Bootsmann des Jahres 2008 beginnt, zweite Disziplin, das Bouleturnier wird heute beendet. Die nach den ersten beiden Durchgängen Führenden Hortie, Alter und Cake müssen erfahren das man auch einen sicher geglaubten Vorsprung noch leicht verspielen kann. Sie beenden das Bouleturnier als Letzte hinter Stiffel, Vollie, Scampy und den Gewinnern Satchmo, Chris und Stribbel. Die drei sind natürlich maßlos enttäuscht und spülen ihren Frust mit einigen Bierchen herunter. Kleiner Wermutstropfen ist der lautstarke Streit zwischen Hortie und Vollie der zwischenzeitlich dazu führt das Vollie das Spiel verlässt. WANN WAR DAS??

Gameday- Lauf-SaufspielDritte Disziplin, ein Lauf-Sauf-Rechenspiel von Satchmo. Es macht allen viel Spaß, man muss zuerst ein Fläschchen Bier trinken dann fünfmal um einen Baum rennen, einen Sprint machen bis zum nächsten Baum, wieder fünfmal umrunden schnell noch ein Bierchen trinken und auf dem Rückweg eine kleine Rechenaufgabe lösen. Das ganze so schnell wie möglich auf Zeit. Bei der Diskussion welche Zeitstrafe jemand erhält wenn er die Rechenaufgabe nicht löst, streitet Cake lautstark mit seinem Bruder und verliert die Fassung. Später entschuldigt er sich bei seinem Bruder und seinen Kameraden für diesen Fehler.

Die ganzen Spiele machen Hunger. Während Stiffel, Chris und Hans den Grill anwerfen, bereitet Cake schon den nächsten Alles bereit fürs AbendessenWettbewerb vor, es gibt keine Atempause, die Spiele müssen weitergehen. Nacheinander kommen die Crewmitglieder und müssen jeweils drei Knoten Gameday- Knotenspielmachen, Scampy assistiert bei den Klampenknoten. Dabei wird die  Konzentration wird durch den Geruch des gebratenen Fleisches gestört, noch dazu das Satchmo jetzt auch sein Schälchen mit Knoblauch auf den Grill legt und damit die Gerüche einen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Noch bevor es Essen gibt versucht Scampy seine Bayer-Kameraden mit fingierten Zwischenergebnissen vom Champions-League Michel kredenzt PastisSpiel gegen Petersburg vom tatsächlichen Desaster abzulenken. Bayern verliert 0:4 gegen St. Petersburg und damit ist es Asche mit dem Dreifachtriumph!

Heute gibt es zu gegrilltem Fleisch, Kartoffelsalat in zwei Variationen.

 

 

Freitag, 02. Mai 2008

 

Heute erwartet uns blauer Himmel Ein schöner TagSatchmos geniale kalte Platteund viel Sonne, so sieht es zumindest aus. Nach dem Frühstück legt Stiffel ab, es ist etwa halb zehn, wir beginnen die Rückfahrt  nach Digoin von dem wir noch ca. 54 km und 9 Schleusen getrennt sind.

Es geht gemütlich zu, alle sind entspannt, einige vervollständigen noch ihr Sudoku, das die fünfte Disziplin in unserem Bootsmannwettbewerb ist. Stiffel hat sich da was ganz kniffliges ausgedacht und alle haben schwer dran zu knabbern. Dabei werden die Weizenfässer 5 und 4.

Vor der Mittagsruhe schleppt Hortie endlich einen leckeren Stein Havanna an Deck und mit dieser Stärkung schleppen wir das Boot quasi von Schleuse zu Schleuse bergauf zu unserem Hafen. Heute ist Präsentations-Tag, Satchmo liefert eine seiner berühmten kalten Platten mit Fisch, Käse, Schinken und Salami, die Mannschaft stürzt sich heißhungrig darauf.

Im Laufe des Tages müssen Weizen die Nr. 3 und 2 das gleiche Schicksal erleiden wie die Vorgänger, sie lagen gut gekühlt im Bugladeraum. Wir fahren in den Hafen von Digoin ein und der einzige Anlegeplatz ist auf der Backbordseite. Ein kleiner Trupp (Stribbel, Vollie, Alter, Chris und Scampy) begibt sich noch auf eine kleine Einkaufstour um notwendige kleine Ressourcenergänzungen zu erledigen. 
Vollie hat die Idee zum Abendessen die delikaten geräucherten Würstchen von seinem Schwiegervater mit Rührei und Bratkartoffeln zu machen, die Idee ist gut, Scampy unterstütz ihn bei der ganzen Kocherei. Der Rest der Mannschaft bereitet den Tomatensalat vor. Auch Reste vom Vortag finden noch Verwendung.

Bei dem tollen Wetter nehmen wir das letzte Abendessen auf dem Sonnendeck entgegen und lassen den letzten Abend gemütlich ausklingen.

 

Samstag, 03. Mai 2008

 

Aufstehen – Frühstücken - Kajüte räumen – Boot innen reinigen – Boot außen reinigen – Abnahme – Heimfahrt und
dann nehmen wir ein tolles Abendessen  gemeinsam mit unseren Lieben ein.

 

Rückfahrt Teil 1Rückfahrt Teil 2Rückfahrt Teil 3Die Crew vor der RückfahrtGemeinsames Abendessen mit den Angehörigen

 

Die Fahrt 2008 ist zu Ende!